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Berlin 25. Januar / 1. Februar 2018

Seit der damalige Bundesaußenminister Joschka Fischer im Jahr 2000 an der Humboldt-Universität zu Berlin eine vielbeachtete Grundsatzrede zur europäischen Integration gehalten hat, sind die Humboldt-Reden zu Europa ein fester Bestandteil der politischen Debatte. Im Jahr 2018 lädt das Walter Hallstein-Institut für Europäisches Verfassungsrecht an der HU an mehreren Terminen dazu ein: So spricht am 25. Januar 2018 Prof. Susanne Baer zum Thema „Rights under Pressure in Europe – Rechte unter Druck“. (Anmeldung hier)

Susanne Baer
Prof. Susanne Baer (Foto: BVerfG)

Susanne Baer ist seit Februar 2011 Richterin des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts und als Professorin für Öffentliches Recht und Geschlechterstudien an der Humboldt-Universität zu Berlin tätig. Sie ist zudem Gastprofessorin an der University of Michigan (William W. Cook Global Law Professor). Sie publiziert und forscht vor allem zu den Themen Konstitutionalismus, Grundrechte, Gleichheit und Gleichberechtigung sowie in den Bereichen der Rechtssoziologie und Gender Studien zum Recht.

Am 1. Februar 2018 hält Professorin Ineta Ziemele, Präsidentin des lettischen Verfassungsgerichts und ehemalige Richterin des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte, eine Humboldt-Rede.

PROGRAMM

„Humboldt-Reden zu Europa“

BVRin Prof. Dr. SUSANNE BAER
25. JANUAR 2018, 18 Uhr
BERLIN

Prof. Dr. INETA ZIEMELE
01. FEBRUAR 2018
BERLIN

Erfurt 23. – 24. Februar 2018

Details werden in Kürze bekannt gegeben.

PROGRAMM

„Open Space Europe“

23. FEBRUAR 2018,
19.30 – 21.30 Uhr
ERFURT

Bisherige Stationen

Maria Pia Di Nonno
Nach der Rede von EU-Parlamentspräsident Tajani fragte die italienische Historikerin Maria Pia Di Nonno ins Publikum: „Sind wir zu spät?“  (Foto: Marco Urban)

Wer sind wir Europäer eigentlich?

EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani hat in diesem Jahr die achte Europa-Rede gehalten, am 9. November in Berlin. Die Mitglieder von „Wir sind Europa!“ sowie Berliner Schülerinnen und Schüler waren mit dabei und haben die Ansprache im Anschluss ausgewertet und diskutiert. Dabei sind einige kritische Stimmen laut geworden: Tajani habe eine eingeschränkte Sicht auf die europäische Identität, habe eines der brennendsten Probleme der EU ausgespart und keine Vision erkennen lassen. In unserem Blog haben wir spannende Kommentare dazu gesammelt.

Von den Schülerinnen und Schülern im Politik-Leistungskurs am Kant-Gymnasium in Spandau haben wir gelernt, dass Populismus eine politische Realität ist, mit der sie leben und mit der sie sich auseinandersetzen. Gefragt, welches die drängendsten Probleme derzeit sind, nennen sie am häufigsten den Brexit, danach den Umgang mit Migranten sowie die Zusammenarbeit zwischen den EU-Staaten.

Um den Beitrag der Einzelnen und die Bedeutung der Kultur für das europäische Zusammenleben ging es bei der diesjährigen „A Soul for Europe“-Konferenz. In Debatten und Workshops haben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verschiedene Wege erschlossen, wie die Menschen in ihren Städten und Gemeinden für Europa aktiv werden können und welche Unterstützung sie dafür benötigen. Für uns interessant waren zum Beispiel die Probleme einer europäischen Öffentlichkeit: Wollen Journalisten ihre Informationen europaweit verbreiten und damit zu einer Integration der Europäer beitragen, kostet das Zeit und Geld, etwa fürs Finden relevanter Themen und für Übersetzungen.

Die Diskussion zur Eröffnung der Konferenz gibt es hier noch einmal zum Nachschauen.

Foto: Andreas Lander / Magdeburg 2025

Europa erfahrbar machen

Zum Start von „Wir sind Europa!“ haben wir in Magdeburg am 15. und 16. September mit Bewohnern der Stadt diskutiert. Dabei sagten uns sowohl Jugendliche verschiedener Schulen als auch Senioren, wie wichtig die persönliche Begegnung mit Menschen aus anderen Ländern für ihr eigenes europäisches Bewusstsein ist. Gleichzeitig wurde deutlich, dass vor allem die Schüler Europa als pragmatischen Zusammenschluss von Ländern sehen, der sie im Alltag in ihrer Heimatstadt kaum berührt. Den Senioren fehlten Möglichkeiten, sich auf einem europäischen Level zu engagieren. „Zuhören – das haben wir in Magdeburg gelernt, ob als Politiker oder als Journalisten. Den Bürgern zuhören, das ist der Beginn, um mit ihnen gemeinsam eine neue gemeinsame Basis für Europa zu entwickeln“, sagte Anke Plättner, eine der Initiatoren von „Wir sind Europa!“.

Zum Bericht.